Donnerstag, 23. Mai 2013
 
Titelbild 7 / 2008
TRADERS´ Ausgabe 7 / 2008
Analysieren aus einer neuen Perspektive
Klassische charttechnische Indikatoren berechnen sich in der Regel aus den vorhandenen Kursdaten. Darunter fallen Gleitende Durchschnitte, Oszillatoren oder Pivot-Punkte. Demzufolge sind manche Trader der Ansicht, dass man auf Indikatoren nicht unbedingt angwiesen ist, da sie sich aus Informationen zusammensetzen, die man ohnehin mit dem Chart bereits vor Augen hat. Mo Shaarani hat unter der Domain www.indexindicators.com ein imposantes Webtool kreiert, mit dessen Hilfe man klassische Indizes aus einer ganz neuen Sicht betrachten kann. Dabei wird auf eine gigantische Menge an kursexternen Daten zurückgegriffen, wodurch ein differenziertes Bild der aktuellen Situation entsteht kann. Dies erweitert den Horizont Ihrer Analyse um Längen.
Besteuerung von Finanzinnovationen
Die Abgeltungssteuer ist das große Thema bei allen Tradern und Investoren. Bis diese jedoch ab dem 1. Januar 2009 greift, müssen hinsichtlich Trading beziehungsweise Investieren und Anlegen noch eine ganze Reihe steuerlicher Aspekte berücksichtigt werden. An der aktuellen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Zinsabschlagssteuer zeigt sich gerade einmal wieder, dass die Veranlagungszeiträume 2000 bis 2003 nach wie vor unklar sind und die Gerichte beschäftigen. Deshalb wollen wir im Folgenden einen kleinen Streifzug durch den deutschen Steuerdschungel unternehmen.
Buy low, sell high – aber richtig!
Es gab eine Zeit an den Märkten, da war es vollkommen ausreichend, wenn man bei einer Aktie teuer einstieg, um später noch teurer verkaufen zu können. In einer bullischen Marktphase zeigen die Trends nach oben und man kann sich relativ sicher sein, dass man bei einem Long-Trade früher oder später höhere Verkaufskurse zu sehen bekommt, auch wenn es vielleicht vorerst nicht danach aussieht. Daher ist es relativ gesehen auch wesentlich einfacher, in Bullenmarktphasen erfolgreich zu sein. Die letzte größere Aufwärtsphase lief im DAX im letzten Jahr bis knapp über 8000 Punkte. Seitdem hat sich die Situation jedoch ein wenig verändert. Im Moment sind die Märkte eher hektisch und etwas schwieriger in der Handhabung. Vor allem Ansätze, die sich in der Aufwärtsphase behauptet haben, können jetzt großen Problemen gegenüberstehen. Trader sind zur Zeit eher darauf angewiesen, billig zu kaufen und nach relativ kurzer Haltedauer teurer zu verkaufen. Im Folgenden wird die Entwicklung und Anwendung einer solchen Strategie vorgestellt.
DAX-Vorhersage mit Sonne und Mond
Im ersten Artikel über Börsenastrologie (TRADERS´ Ausgabe April 2008) wurden der Neumond–/Vollmond-Zyklus und die Zeichenwechsel von Planeten (Ingresse) mit Wendepunkten an der Börse in Korrelation gesetzt. Hier ging es hauptsächlich darum, Zeiten mit erhöhter Wendepunktwahrscheinlichkeit für den DAX zu finden und diese Phasen dann mit einem herkömmlichen Handelssystem zu kombinieren. In dieser Ausgabe, dem zweiten Teil, werden Planetenkonstellationen (Aspekte) in Beziehung zu Preisverhältnissen gebracht. Auch hier wird nur mit der mundanen Ebene und nicht mit Horoskopen gearbeitet. Im dritten und letzten Teil geht es dann um die energetische Verlaufsebene. Hier wird eine künftige Prognose auf einem Index- oder Aktien- Horoskop aufgebaut.
Der Einsatz von Trendlinien in der Technischen Analyse
Trader brauchen Bewegung an den Märkten, um erfolgreich sein zu können. Ohne Bewegung können keine Gewinne entstehen. Bewegen Märkte sich mit Elan in die eine oder die andere Richtung, so spricht man von einem Trend. Wenn kein Trend vorliegt und sich die Kurse wenig bis gar nicht bewegen, ist es mehr als schwierig, erfolgreich zu handeln. Wichtig ist also, vorhandene Trends zu identifizieren und auszunutzen. So genannte Trendlinien sind dabei eines der grundsätzlichsten Konzepte in der Technischen Analyse. Die zwei wichtigsten Aufgaben von Trendlinien bestehen darin, dass sie einerseits Anhaltspunkte geben, wohin der Kurs laufen könnte, und andererseits, dass sie warnen, wenn der Kurs „vom richtigen Weg“ abkommt. Obwohl sie sich vorwiegend für längere Zeiträume (zum Beispiel Swingtrading) und weniger für kürzere (zum Beispiel Daytrading) eignen, sollte man mit den Grundlagen dieser Theorie dennoch vertraut sein, da sie relativ leicht anzuwenden sind und häufig sichere Kauf- beziehungsweise Verkaufssignale geben.
Die volle Kraft der ETFs
Wenn sich ein bärisches Umfeld entwickelt, das auf der Perspektive eines wirtschaftlichen Abschwungs, einer Finanzkrise beruht, wie sie die Weltmärkte in den letzten neun Monaten durchmachen, oder einer kurzfristigen Korrekturphase in einem bestimmten Sektor, haben Trader jetzt zusätzliche Alternativen, um von diesen Baisse-Gelegenheiten zu profitieren, ohne zu Leerverkäufen greifen zu müssen: Die Short- oder inversen ETFs und die UltraShort- oder gehebelten ETFs (Exchange Traded Funds).
Die Wiederentdeckung von Ganns Schwingungsgesetz Teil 1
William D. Gann (1878 bis 1955) war ein erstklassiger technischer Analyst. Er war außerdem ein produktiver Lehrer in der Frage, wie man Spekulation zu einem profitablen Geschäft macht, schrieb sieben Bücher und produzierte zwei Kurse über den Handel an den Aktien- und Commodity-Märkten. Ganns einzigartige Leistung war jedoch seine Fähigkeit, die Aktien- und Commodity-Märkte akkurat vorherzusagen. Ganns Prognosemethode basierte auf dem, was er das Schwingungsgesetz nannte. Der folgende Artikel versucht in zwei Teilen, Ganns Schwingungsgesetz wieder zu entdecken.
ELWAVE 9.0
Die ELWAVE-Software von Prognosis Software Development war wahrscheinlich eine der treibenden Kräfte, die zu der zunehmenden Akzeptanz der Elliott-Wellen-Analyse als brauchbare Methode für die Marktanalyse führte. Ihre extrem robuste und gründliche Elliott-Analyse, die vielen angebotenen Features und die erstaunliche Einfachheit der Bedienung haben zweifellos aus vielen Elliott- Skeptikern Elliott-Befürworter gemacht. 13 Jahre nach ihrer Markteinführung veröffentlicht Prognosis jetzt die Version 9.0 ihrer ELWAVE-Software. Ein guter Zeitpunkt, einen Überblick darüber zu geben, was sich verändert hat, seit wir uns zuletzt mit diesem bemerkenswerten und einzigartigen Produkt beschäftigt haben.
Ich habe den Terroranschlag in London 2005 vorausgesagt!
Na gut, nicht wirklich. Aber ich hatte diesen Tag eineinhalb Jahre vorher als einen wichtigen Wendepunkt für die Märkte markiert. Bitte denken Sie nicht eine Sekunde daran, ich hätte gewusst, dass eine Hand voll verlorener Seelen in einen Zug nach London einsteigen und sich anschließend selbst in die Luft jagen würde. Terrorismus geht mich nichts an. Politische Ereignisse sind für mein Trading nicht von Bedeutung. Ich spekuliere nicht auf jene Dinge, die den Trend einer Aktie oder eines Index kippen könnten.
Kurzfristige Muster: Turtle Soup
Das Turtle Soup-Muster wurde von Linda Bradford Raschke und Laurence Connors in ihrem berühmten Buch Top-Trading-Gewinne (siehe Buchbesprechung) vorgestellt. Raschke ist in der Trader-Gemeinde auch als Referentin und Autorin bekannt. Ihre Karriere umfasst alles vom Parketthandel bis zu Money Management. Sie beschäftigt sich mit eigenem Trading, ihrer Website (www.lbrgroup.com), Online-Handelsräumen und gelegentlichen Seminaren und Konferenzen. Laurence Connors, Gründer von TradingMarkets.com, hat annähernd zwanzig Jahre Erfahrung in den Finanzmärkten, nachdem er 1981 bei Merrill Lynch anfing. Sein Trading-Stil ist hauptsächlich kurzfristiges Market-Timing- und Volatilitäts-Trading. Street Smarts ist eine Fundgrube an kurzfristigen Mustern, die auch in den heutigen Märkten noch ihre Gültigkeit haben. Unter ihnen sind das Anti, das 80-20 und das ADX-Gapper, wahrscheinlich die unter Tradern bekanntesten.
Ohne EXCEL ist alles nichts
Wer EXCEL kann, ist entschieden im Vorteil, beruflich wie privat. An der Börse heißt dieser Vorteil Performance. Jeder kennt die Binsenweisheit: „Die Börse ist keine Einbahnstraße“, aber nur wenige ziehen daraus die richtige Konsequenz. Wer einsteigt, hat nur die eine Richtung der Kurse vor Augen, die meisten trifft es unvorbereitet, wenn es anders kommt. Denken, Meinen und Hoffen statt klarer Regeln für Einstieg und Ausstieg – das kann auf Dauer nicht gut gehen. EXCEL hilft, den Lernprozess zu beschleunigen.
Pairtrading
Viele Händler kennen das unangenehme Gefühl, wenn man sich einer bestimmten Marktbewegung sicher ist und der Markt sich plötzlich vollkommen anders verhält. Wer sich nicht ständig Gedanken über die kurzfristigen Launen des Marktes machen möchte, für den ist Pairtrading eine gute Alternative. Mit dieser Strategie ist es möglich, unabhängig von der Richtung des Gesamtmarktes Gewinne zu erzielen
TRADERS´ Interview - Joe Krutsinger - Mehr Gewinn bei weniger Risiko
Man kann einem alten Hund keine neuen Kunststücke beibringen. Joe Krutsinger verdient wirklich den Titel eines „alten Hundes“. Ich weiß nicht, wie alt er ist, aber ich weiß, dass er schon „älter“ war, als ich frisch von der Universität in das Geschäft der Handelssystementwicklung kam. Seitdem habe ich mich viel mit den Dingen befasst, die er früher gemacht hat. Seine Codes in Easy Language aus der Frühgeschichte des mechanischen Handels, als System Writer Plus noch ein Meilenstein der Systemprogrammierung war, tauchen noch heute zwischen den Codes auf meinem Laptop auf. Niemand weiß und könnte erzählen, warum sie noch da sind. Aber sie sind da mit ihren verkaufsfördernden Namen wie „Aztec Real Oil“, „Joe’s Wake Up Call“, „Joe Texas Two Steps“ und so weiter. Joe Krutsinger war Broker, danach Marktforscher und Systementwickler, Seminarleiter für Systemumsetzung und Autor. Er schrieb tatsächlich drei Bücher, die vergriffen sind und aus denen ich auswendig zitieren kann. Bücher, deren Gebrauchtkauf bei Amazon ich jedem empfehlen kann; für wenig Geld erhält man wertvolle Tipps für den Einsatz von Handelssystemen. Sicher nichts, was Ihr Trader-Leben verändern wird, aber manches, das Ihnen enorm beim Geldverdienen helfen wird. Und als der Herausgeber mich bat, Mr. Krutsinger zu interviewen, gefiel mir die Idee sofort: Ich bin bereits ein alter Hase im Geschäft und denke jetzt häufig darüber nach, wie und was ich in 30 Jahren sein werde. Was ich tun und wie ich das Geschäft sehen werde, das ich heute mache. Ich bin mir sicher, dass sich viele Leser diese Fragen ebenfalls stellen. Es ist also an der Zeit, Mr. Krutsinger ein paar nicht eben leichte Fragen zu stellen. Dem „Old Guy“ des Systemhandels, dem König der alten Füchse der Systementwicklung. Vielleicht bekommen Sie und ich die Antworten, die wir uns erwarten.
Warum Trader mit Optionen arbeiten
Eine Option ist ein Kontrakt für den Kauf oder Verkauf eines Finanzprodukts. Der zugrunde liegende Wert (Basiswert) kann eine Aktie, ein Index, Future, Commodity oder ein anderes im Markt angebotenes Finanzinstrument sein. Die NYMEX (New York Mercantile Exchange) bietet Optionen auf Waren wie Gold, Silber, Rohöl, Kaffee, Orangensaft, Baumwolle und so weiter. Die CBOE (Chicago Board Options Exchange) hat Optionen auf Aktien und Indizes. Ein Optionskontrakt ist sehr konkret und enthält einen speziellen Preis, den Basispreis (auch Ausübungspreis oder Strike-Preis), sowie ein Ende, das Verfallsdatum. Wenn eine Option verfällt, ist sie wertlos, der Optionspreis enthält keinen Wert mehr, und sie existiert nicht mehr. Eine Option ist letztlich ein Kontrakt, um in der Zukunft etwas zu einem im Voraus vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

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