Donnerstag, 23. Mai 2013
 
Titelbild 5 / 2007
TRADERS´ Ausgabe 5 / 2007
Alpha = [béta]?
„Nachts sind alle Katzen grau“ heißt es im Volksmund– das bekannte Sprichwort meint damit, dass man in der Dunkelheit eigentlich gar nicht erkennen kann, wem man im Finsteren tatsächlich begegnet. Ähnlich verhält es sich mit dem neuen Stern am Zertifikatemarkt, den Alpha-Produkten. Die schicken sich momentan an, die Alpha-Rolle bei den Derivaten zu übernehmen. Eigentlich die strahlenden Shooting-Stars, haben sie aber auch eine wenig lichte, kaum transparente Seite. Der Terminus „Alpha“ hat nämlich beinahe so viele Gesichter, wie sprichwörtlich die Nacht. Denn wie so oft verbirgt sich hinter dem eigentlich simplen Konzept der aus dem Fondsmanagement bekannten Begriffe „Alpha“ und „Beta“ eine Vielzahl grauer Eminenzen, deren Produktstruktur weitaus komplexer ist als nur die Ermittlung der Outperformance zwischen zwei Basiswerten. Long gegen Short, Index gegen Aktie, Index gegen Index, Hebelprodukte, Expressfristen, Knockout-Schwellen – die Liste der Alpha-Zusatz-Features scheint unendlich und nicht selten tritt bei so manchem Zertifikat der Alpha-Mechanismus hinter Garantie-Zahlungen und Beobachtungstermine zurück. Dieser Artikel soll einen Überblick darüber geben, welche Produkte sich gerade auf dem Markt tummeln, und ein wenig Licht ins Dunkel um die Alpha-Zertifikate bringen.
Alpha und Beta
Ron McEwan gibt eine Einführung in die Begriffe Alpha und Beta. Der Artikel zeigt außerdem, wie man damit eine effektive Technische Analyse unter Verwendung einer ganz normalen Excel-Anwendung entwickeln kann.
Der Momentum Intermarket-Spread
Die Idee hinter der Modernen Portfolio Theorie (MPT) ist simpel: wenn man seine Investments aufteilt und dabei die Kursentwicklungen der Einzelinvestments untereinander unabhängig sind, so hat man sein Risiko gestreut – und dadurch dezimiert. Erklärtes Ziel der Portfolio-Diversifikation, ist mithilfe einer durchdachten Kapitalstreuung das Gesamtrisiko des Depots zu minimieren. Diese Risikostreuung minimiert die Ertragsvolatilität – sprich, sie glättet die Performance-Kurve. Im Idealfall geht die Risikokontrolle sogar mit einer Ertragssteigerung einher. Doch das heutige Marktumfeld mit zunehmend gleichlaufenden Asset-Klassen erschüttert die Grundannahmen der Diversifikation. Bei Investoren und Tradern muss ein Umdenken in der Portfolio-Strategie einsetzen. Die Momentum Intermarket-Spread-Strategie setzt genau an diesem Punkt an.
Der richtige Stopp: Konto oder Markt?
Dies ist der zweite Teil einer lose zusammenhängenden Reihe, die sich mit Stopps, Ein- und Ausstieg sowie dem Risiko-Management beschäftigt. Im ersten Teil dieser als Serie angelegten Betrachtung wurde die Beziehung zwischen Kurstrend und Stopp thematisiert (siehe „Trend und Stopp“ in TRADERS´ vom Dez. 2006, S. 58 - 61). Dabei zeigte sich, dass die viel gepriesenen Stoppmarken nur dann wirklich zum Erfolg führen, wenn sie auf möglichst starke Kurstrends treffen. Das disziplinierte Setzen von Der richtige Stopp: Konto oder Markt? Stoppmarken für sich genügt nicht, um profitabel zu handeln. Trends sind also wichtig: für den Erfolg einer Handelssystematik im Ganzen genauso wie für den Systembaustein der sich „Stopp“ nennt. Angesichts dessen wurde im Vorgängerartikel die Frage aufgeworfen, woran sich Stopps orientieren sollten bzw. ob es nicht sinnvoll sein könnte, die Stoppgröße an den Markttrend anzupassen? Sind nämlich wirklich alle Verlustbegrenzungsmarken gleich gut?
Ein neues Aussehen für Trade2Win
Die beliebte Trading-Gemeinde Trade2Win erscheint im neuen Gewand, und die Mitglieder sind begeistert. Die Webseite tritt ab März mit neuem Aussehen, neuen Features und verbesserter Technik und all den bisherigen Favoriten auf, die die Benutzer kennen und schätzen. Managing Director Paul Gould und Operations Manager Eamonn Kelly sind überzeugt, dass die Benutzer weiteren Mehrwert auf der Site vorfinden werden, die seit Januar 2001 in Betrieb ist.
IQCharts
Die Kosten unter Kontrolle zu halten ist für einen unabhängigen Trader ein wesentlicher Bestandteil des Überlebens. Nicht nur die Roundturn- Kosten sind wichtig, sondern auch die Ausgaben für Kursdatenversorgung, Internet-Zugang, Plattformen usw. Besonders für denjenigen, der gerade anfängt, ist die Kostenkontrolle von großer Bedeutung, um das neue Arbeitsgebiet zum Erfolg zu führen. Trotzdem bleibt aber die Qualität ein entscheidender Faktor. Man muss auf jeden Fall die Funktionalität und Genauigkeit haben, die für die ordentliche Ausführung der Arbeiten erforderlich sind.
Red Candle Reversal
Haben Sie sich eigentlich einmal gefragt, warum die großen Spieler am Markt wie Hedgefunds und Investmentabteilungen von Banken und Versicherungen mit Handelssystemen gutes Geld verdienen, der kleine Privatanwender aber meist mit ähnlichen Handelsansätzen Geld verliert? Warum gibt es kaum mehr eine Großbank, welche ihr Geld nicht mit systematischem Trading erfolgreich veranlagt, wohingegen ich noch keinen kleinen Hobbytrader getroffen habe, der mit Handelssystemen richtig reich geworden ist? Die Lösung des Rätsels liegt nicht darin, dass die Banken die besseren Handelsansätze und Systeme hätten, auch nicht darin, dass die Großspekulanten irgendeine Information früher bekommen als der kleine Privatanleger. Suchen Sie die Lösung dieses Widerspruchs auch nicht darin, dass Banken einfach mehr Geld haben und Drawdownphasen leichter überstehen, die Lösung des Rätsels liegt in den Anforderungen, die ein Handelssystem an die Disziplin des Händlers stellt. Ich möchte Ihnen nun die verschiedenen Systemklassen vorstellen und die Gründe aufzeigen, warum es für Privatanleger so schwer ist, mit Systemen Geld zu verdienen. Am Ende des Artikels soll ein Handelsansatz stehen, welcher es auch dem Privatanleger ermöglicht, von den Vorteilen des systematischen Handels zu profitieren, ohne dass ihm die Psychologie einen Strich durch die Rechnung macht.
Sportpsychologie gleich Trading-Psychologie
Also, das erste Quartal 2007 liegt bereits hinter uns, und im ersten Viertel dieses Jahres haben wir am Aktienmarkt schon viel gesehen – einen menschenfressenden Ausverkauf, eine überzeugende Erholung und die Rückkehr eines selten gewordenen Marktelements – der Volatilität. Wenn überhaupt, dann präsentiert der Markt momentan Gelegenheiten, die in der näheren Vergangenheit fast schmerzhaft gefehlt haben. Hoffen wir, dass uns diese neue Dynamik eine Zeitlang erhalten bleibt.
Traders Camp
Es gibt so viele verschiedene Werkzeuge im Bereich der Technischen Analyse, dass es manchmal schwierig ist, sie alle auseinanderzuhalten, besonders die etwas exotisch klingenden Fibonacci-Zahlen, Gann-Linien und Elliott- Wellen sind alles Techniken, die eine geheimnisvolle Aura um sich haben. Pivotpunkte gehören auch dazu, aber das sollten sie eigentlich nicht.
TRADERS´ Interview - Rainer von Niederhäusern - Devisenhandel mit Planetenunterstützung und Widerstand
Seit Rainer von Niederhäusern 20 Jahre alt ist, beschäftigt er sich mit der Astrologie. Dabei interessierten ihn besonders die historischen Zusammenhänge. Zusammen mit seinem Jugendfreund Christian Frei erforschte er die Jahrhunderte anhand von Geschichtsbüchern, Schulwissen und den Ephemeriden. (Anm. d. Red: Eine Ephemeride ist eine Tabelle, welche die Positionen eines sich bewegenden astronomischen Objekts auflistet.) Damals (1980) gab es noch keine Astrologiesoftware. Sie zeichneten hunderte von Horoskopen von Hand und haben ihre eigenen astrologischen Nachschlagwerke verfasst. Von Niederhäusern interessierte beispielsweise, wie sich Wolkenformationen bei einem Mondzeichenwechsel verändern oder wie plötzlich eine Wolke aus dem Nichts heraus entsteht. Er war erstaunt darüber, mit welcher zeitlichen Genauigkeit – minutengenau – das ablief. Dass ist relativ einfach nachvollziehbar, wenn man einen genauen Blick auf den Jahreszeitenwechsel wirft. Der genaue Übergang ist eine Sache von nur einer Minute. Zwischen 29° Fisch und 1° Widder liegen Welten! Achten Sie beispielsweise auf den Lärmpegel im Straßenverkehr. Oder eine Batterie von Baumaschinen, die von einem Tag auf den anderen losdröhnt. Als 20-jähriger arbeitete er ein Jahr lang im Gastgewerbe. Dabei beobachtete er, dass bei Vollmond einfach niemand nach Hause gehen wollte. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie der Getränkeausschank an solchen Tagen einige Male um mehr als die Hälfte gegenüber den normalen Mond-Tagen anschwoll. Ebenfalls in den 80er Jahren verbrachte er einen Sommer auf einer Alp und hütete 60 Rinder. Jedes Rind trug eine Glocke. Er kann sich noch gut daran erinnern, dass in diesen Vollmondnächten an Schlaf nicht zu denken war: „Die Rinder verursachten einen immensen Lärm und galoppierten über große Strecken hin und zurück, wie bei einem Pferderennen. Aber mit Glocken“. Dagegen erlebte er an seinen drei Neumonden auf der Alp genau das Gegenteil: „An diesen Tagen lagen alle 60 Rinder während Stunden wiederkäuend vor meiner Hütte, etwas Friedlicheres kann man sich nicht mehr vorstellen“. Für von Niederhäusern ist es tägliche Realität, dass astrologische Konstellationen und Planetenzeichenwechsel einen minutengenauen Effekt auf den Planeten haben. Denken Sie nur an die Büchlein, die es von jeder größeren Ortschaft an der englischen Küste gibt, in denen man minutengenaue Angaben über Ebbe und Flut finden kann. Heute verfassen sein Freund Christian Frei und er einen monatlichen astrologischen Börsenbrief (www.astrobuck.com) mit Hinweisen über günstige und weniger günstige astrologische Momente für den Devisen- Tageshändler.
Wahl zum Broker des Jahres 2007
Sechs spannende Wochen hat es gedauert, bis die Sieger der diesjährigen Brokerwahl feststanden, aber im März sind wieder die Titel „Broker des Jahres 2007“ vergeben worden. In der Zeit vom 1. Februar bis zum 11. März 2007 haben über 51 000 Trader unter www.brokerwahl.de über ihren Lieblingsbroker abgestimmt. Die Auszeichnung wird inzwischen in sieben Kategorien vergeben: Online-Broker, Daytrade-Broker, Fonds- Broker, Forex-Broker, Futures-Broker, CFD-Broker und Zertifikate-Broker des Jahres.

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