Broker, Bären und die Baisse
Die Verluste, die das Ende des Bullenmarktes 2000 mit sich brachte,
waren besonders für viele Kleinanleger dramatisch. Viele kehrten nach
dem Crash der Börse erstmal den
Rücken zu. Im Nachhinein ist klar,
dass ein Großteil der Verluste mit ein wenig mehr Knowhow
hätte vermieden werden können. Short-Selling
beispielsweise war für die meisten Nemax-Millionäre
ein unbekannter Begriff. Börse war gleichzusetzen mit
immer weiter steigenden Kursen. Und so traf der Crash
die meisten Anleger vollkommen unvorbereitet. Doch
mit ihrem Geld verloren viele Kunden der Online-Broker
auch das Interesse am Handeln und die Baisse traf die Broker nicht minder hart. Viele
der Online-Broker mussten enorme Umsatzeinbußen ertragen. Ein beispielloser Konsolidierungsprozess
hat die Spreu vom Weizen getrennt.
Viele Trader haben sich jedoch nicht entmutigen
lassen. Sie haben mittlerweile umfangreiches
Wissen erworben und keine Probleme mehr, auch von fallenden Kursen zu profitieren.
Vielleicht hätten aber einige Broker weniger Kunden verloren, hätten sie diese frühzeitig
auf eine Zeit fallender Kurse vorbereitet. Traders´ hat sich umgesehen, was die Broker
von der Baisse gelernt haben.
Das System Market Mixer
Unter Managed Futures Accounts versteht man die professionelle Vermögensverwaltung
in Einzelkonten mit Futures über so genannte Certified Trading Advisors
(CTA). Wir stellen in diesem Artikel ein System vor, welches es ermöglicht, beliebig
viele Futures-Märkte zu handeln und ein diversifiziertes Futures-Portfolio aufzubauen.
Solche Systeme bilden die Grundlage für den Handel fast jedes CTAs.
Day Trading-Varianten
Trader wollen Geld verdienen. Das klingt banal, ist aber leichter gesagt als getan. Zwar ist dies
in der Theorie oft gar nicht so schwierig, aber die praktische Umsetzung bereitet einem Großteil
der Marktteilnehmer Schwierigkeiten. Neben psychologischen Aspekten sind dafür sicherlich
ein mangelhaftes Risiko-Management und vor allem fehlende Strategien verantwortlich. Um
letzteres zu minimieren, stellen wir in dieser Serie die diversen Daytrading Varianten vor.
Godmode-Trader.de
Wer sich etwas mit Trading-Webseiten beschäftigt, wird früher oder später an Godmode-
Trader.de nicht vorbeikommen. Benutzer von Technical-Investor.de beispielsweise sehen
jeden Tag die kurzen Marktberichte dieser omnipräsenten Seite. Seien es die US-Märkte,
Rohstoffe, Devisen oder das aktuelle Put/Call-Ratio – Godmode-Trader.de lässt nichts aus,
was an den internationalen Märkten handelbar ist. Fast im Minuten-Takt trudeln die Marktberichte
ein. Traders´ hat den Info-Service für deutsche Trader unter die Lupe genommen.
In den Händen der Händler
An den heutigen Handelsplätzen ist Ruhe eingekehrt. Angesichts komplexer Computersysteme ist
es heute schwer vorstellbar, dass die Börsen einst Orte voller Hektik, Lärm und Geschrei waren.
Doch es gab eine Zeit vor den Großrechnern. Natürlich sind Parkett und elektronische Systeme in
ihrer Struktur völlig gleich, und doch kann nichts die einzigartige, geladene und stressige Atmosphäre
ersetzen, wo sich Menschen drängelten, anschrien und abhetzten. Das Parkett war, um es mit
einem Wort auszudrücken, animalisch. Einblicke von Clem Chambers.
Mit Stärke zum Erfolg
Der erfolgreiche Einsatz systematischer Regelwerke für den Handel von Einzelaktien
gestaltet sich in der Praxis meist schwieriger als man das bei Indexprodukten
gewohnt ist. Dies begründet sich einerseits durch die Tatsache, dass Indexkursverläufe
meist geglätteter und weniger volatil sind als die Kursentwicklungen einzelner
Aktien. Andererseits sind die Märkte für Indexprodukte mitunter weitaus liquider
und erfordern damit eine geringere Slippage (Differenz zwischen dem generierten
Handelssignal und dem tatsächlich realisierten Einstiegs- bzw. Ausstiegskurs).
Optionen
Wer möchte nicht gerne sein Risiko
verringern? Absichern oder Hedgen
von Positionen klingt zuerst einmal
sehr positiv. Wer mit Optionen handelt,
kennt Straddles, Bear-Spreads
und Konsorten. Was aber bringen
derartige Strategien wirklich? Ist es
prinzipiell zu empfehlen, Short-Positionen
zu hedgen? Zwar gibt es die Eine von Grund auf falsche oder richtige
Strategie nicht. Bei genauerer Betrachtung erscheinen aber manche
Strategien doch in einem anderem Licht. Nicht alles was glänzt, ist Gold
und nicht alles was Gold ist, glänzt auch.
Pairtrading
Wer in der Lage wäre, perfekte Prognosen über den Marktverlaufs zu erstellen, bräuchte
sich um seine Zukunft keine Sorgen mehr machen. Allerdings würden die Finanzmärkte
dann auch nicht mehr lange existieren – früher oder später hätte sich das
Kapital an einer Stelle gesammelt und der Fluss würde zum Stillstand kommen. Es
scheint also fast schon eine immanente Wesenheit der Märkte zu sein, eben nicht
prognostizierbar zu sein. Genau das aber macht den Gralsrittern und Konsorten der
Börse das Leben so schwer. Was also tun? Schließlich scheint es ja doch genug
Glückliche zu geben, die immer wieder, und das konstant, Gewinne an den Märkten
erwirtschaften. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, die zwar keine Aussicht auf 100
Prozent oder mehr Gewinn ermöglicht, aber trotzdem kontinuierlich Profit einbringt.
Wer also nach einer ausgefeilten und sicheren Methode sucht, für den könnte das
Thema Pairtrading interessant sein.
TRADERS´ Interview - Henry Litting
Die Firma HPM Portfolio Management GmbH wurde 1995 gegründet und hat ihren Sitz in Düsseldorf. Geschäftsführer
und Gründer ist Henry Littig, der noch immer nahezu alle Handelsentscheidungen alleine trifft. Der
Erfolg gibt ihm mehr als recht: die Wachstumsraten sind sagenhaft. Seit Gründung von HPM betrugen sie über
100 Prozent p.a. Mitten in der Baisse, im Sommer des letzten Jahres, musste der Fond sogar vorübergehend
seine Pforten schließen: zuviel Anlegergeld hatte den Handelsstil gefährdet. Das Grundkapital der Firma beträgt
zwei Millionen Euro. HPM verwaltet einen dreistelligen Millionenbetrag im Rahmen von zwei Investmentfonds,
Timing Global Plus und Real Value Timing Global Plus, sowie in gemanagten Einzeldepots in Amerika. Timing Global
Plus war im letzten Jahr der erfolgreichste weltweit agierende Fonds. Die Firma hat 16 Mitarbeiter und bildet auch
Nachwuchs aus.
Henry Littig begann schon früh in seiner Jugend Aktien zu handeln und verlor schnell sein mühsam angespartes
Taschengeld. Dies geschah so lange, bis es ihm gelang, seinen eigenen Ansatz zu entwickeln, den er selbst als
„Marktrealismus“ bezeichnet. Henry Littig ist weder ein großer Anhänger technischer Systeme noch von Fundamental-
Analysen. Sein unkonventioneller Ansatz zeichnet sich besonders durch eine starke persönliche Komponente aus. Um
so mehr erstaunt angesichts dieser Tatsachen sein kontinuierlicher Erfolg, von dem so manch andere Fonds nur träumen
können. Letztlich ist er der Meinung, dass es das System an der Börse nicht geben kann; nur eines ist gewiss: der
Markt bewegt sich. Dadurch aber, dass sich die Rahmenbedingungen ständig ändern, muss jedes starre System
zwangsläufig früher oder später versagen. Dies trifft seiner Meinung nach genauso für ausgefeilte technische Systeme
wie auch für die Fundamental-Analyse. Das soll aber nicht heißen, dass der Manager zweier Fonds vollkommen auf
technische und fundamentale Hilfsmittel verzichtet. Viel wichtiger aber als den Heiligen Gral zu finden, sei eine ständige
Achtsamkeit für das Marktgeschehen, eine breite Aufnahmefähigkeit unverarbeiteter Informationen aller Art und
deren richtige Interpretation. Ein gewisser Respekt gegenüber dem Marktgeschehen und ein ständiges Bewusstsein
der eigenen Schwächen zeichnet seinen Ansatz aus. Darüberhinaus betont er die Kontrolle der eigenen Emotionen
stark. Nur wer in der Lage ist, diese zu kontrollieren, kann an der Börse langfristig erfolgreich sein. Auch in Sachen
Money-Management lässt Henry Littig eher Unkonventionelles verlauten. So betragen seine Positionsgrößen manchmal
bis zu zehn Prozent des eigenen Kapitals. Deren Haltedauer variiert von einem Tag bis hin zu Monaten. Auf der
Webseite von HPM (www.hpm-online.de) können Interessierte wöchentliche Marktkommentare von Henry Littig lesen.
Henry Littigs Systematik gehört sicherlich zu den ungewöhnlichsten der Branche. Manche Sätze klingen wie Hohn
auf die Meinungen der Lehrbücher. Doch wie gesagt: sein außerordentlicher Erfolg gibt ihm mehr als recht. Privaten
Anlegern rät er übrigens strikt, ihre Finger von der Börse zu lassen. Ab einer Anlagesumme von $15.000 kann man die
Kenntnisse des Meisters nutzen. Für die beiden Fonds gilt eine Mindestanlage von 2.500 Euro.
Turbocharged Fibs - ein ungerechter Vorteil
Als Leonardo Fibonacci (1175-1250) seinerzeit auf die Zahlenreihe stieß, die heute nach
ihm benannt ist, hatte er wohl keine Vorstellung, zu welch wichtigem Tradingtool sich
diese entwickeln würde. Matt Blackman erklärt uns in dieser Ausgabe von Traders´, aus
welchen Gründen er die T-3 Fibs ProTrader Fibonacci als Automation Plug-in für die
TradeStation für so unverzichtbar hält.